Gut gewappnet gegen Winterspeck

Gut gewappnet gegen Winterspeck

Jedes Jahr im Frühjahr, wenn einhüllende, lässige Mäntel eingetauscht werden gegen figurbetonte Kleider, kann so manche(r) ein Lied singen vom Ärger über die im Winterverlauf angesammelten Pfunde. - „Wäre man doch standhaft geblieben angesichts der Plätzchenverlockungen, Stollensünden, Glühweine…! Und das Sofa am heimischen Kamin hat auch mehr Anziehung ausgeübt als die Werbung des Fitnessstudios“, so oder so ähnlich schleicht sich das schlechte Gewissen in die Gemüter und spätestens beim Bewusstwerden, 5 Kilo eben nicht in 5 Tagen einschmelzen zu können, wird Besserung gelobt – im nächsten Winter.

Nun, der nächste Winter ist nicht mehr weit: höchste Zeit für ein paar Vorkehrungen, dem Winterspeck den Kampf anzusagen – bevor er entsteht!

1. Süßverlockungen widerstehen

Während in der wärmeren Jahreszeit von vielen leichte Speisen bevorzugt werden steigt im Herbst der Appetit auf oppulentere, nahrhaftere und häufig auch süßere Speisen. Obwohl bekannt ist, dass Zucker Übergewicht fördert, können viele den süßen Verlockungen nicht widerstehen und vertilgen Unmengen von übersüßten Plätzchen oder Schokolade. Dabei gibt es gesunde süße Alternativen wie:                        

  • ein wärmender Frühstücksbrei, natürlich gesüßt durch Erdmandeln, Mandeln, Nüsse, süßes Obst etc.: ist stoffwechselanregend, langanhaltend sättigend, bekömmlich und durchaus auch zu anderen Tageszeiten verzehrbar;
  • selbst hergestellte Desserts mit süßem Obst wie Bananen, reifen Birnen, Mangos oder eingeweichtem Trockenobst, Mandel- und Nussmus oder natursüßen Erdmandelflocken als natürliche Zuckeralternativen;
  • selbst hergestelltes zuckerreduziertes Gebäck: fast immer lassen sich die im Rezept angegebenen Zuckermengen deutlich reduzieren. Gibt man darüber hinaus noch eine zerdrückte reife Banane zum Teig wird dieser nicht nur süßer, sondern auch schön locker.

2. Heißer Tee versus Grog, Glühwein & Co.

Alkohol mag anregend oder beruhigend sein und auch Geselligkeit fördern. Allerdings ist er für einen Gewichtserhalt kontraproduktiv:
so liefert Alkohol mit 7 kcal pro Gramm reichlich Energie (zum Vergleich: Eiweiße und Kohlenhydrate 4 kcal, Fett 9 kcal/ g), außerdem wecken alkoholische Getränke den Appetit auf kalorienreiche Süßigkeiten, Salzstangen oder Chips. Ungünstig ist zudem, dass Alkohol die Fettverbrennung hemmt, da im Stoffwechsel der Alkoholabbau immer Vorrang hat. Ab und zu ein Gläschen Wein darf sein – dann aber bitte zu Gemüse, Salat oder fettarmem Fisch.

Die kalte Jahreszeit ist auch gut geeignet, die Vorräte an wohlschmeckenden Tees aufzufüllen und neue Lieblingsteesorten zu entdecken.                                                                                                            

3. Abnehmen mit Fischöl - Gute Fette & Öle

Entgegen früherer Annahmen wissen wir heute, dass Fett nicht gleich per se fett macht. Bei Auswahl der richtigen Fette helfen diese sogar beim Schlankwerden:
In Studien konnte gezeigt werden, dass in Verbindung mit körperlicher Bewegung zusätzlicher Konsum von Fischöl im Vergleich zu anderen Ölen zu einer deutlichen Gewichtsabnahme führte. Ähnliche Effekte wurden auch bei zusätzlichem Verzehr von Walnüssen beobachtet. Das bedeutet:

  • reichlich Omega-3-Fettsäuren aus Hering, Lachs, Makrele oder Fischöl verzehren - diese haben den höchsten Effekt auf eine Gewichtsreduktion;
  • reichlich pflanzliche Omega-3-Fettsäuren aufnehmen, z.B. aus Lein-, Walnuss-, Raps- oder Hanföl sowie Walnüssen;
  • meiden: gesättigte tierische Fette (Wurstwaren, Milchprodukte); gehärtete Fette mit trans-Fettsäuren (Margarinen, raffiniertes Kokosfett); übermäßig Omega-6-Fettsäuren (z.B. in Sonnenblumenöl, Distelöl, Maiskeimöl)

4. Achtsamkeit & Kau-Schule

Achtsames Essen hilft die Signale unseres Körpers, z.B. nach Hunger und Sättigung, besser wahrzunehmen. Das bedeutet zum Beispiel:

  • essen ausschließlich an einem dafür vorgesehenen Essplatz;
  • essen ohne Ablenkung durch Fernsehen, Zeitungslektüre, Arbeit;
  • erfassen der Speise mit allen Sinnen: Wie riecht die Speise? Wie sieht sie aus? Wie fühlt sie sich an? Brauche ich sie jetzt wirklich?

Außerdem gilt: Wer länger kaut, wird schneller satt. Deshalb jeden Bissen so lange kauen, bis er sich verflüssigt hat – ca. 15mal. Der Geschmack der Speisen tritt dadurch intensiver zutage, Sättigung tritt schneller ein und auch kleinere Essensportionen können Befriedigung verschaffen.
Wer abnehmen möchte sollte dies bei jeder Mahlzeit praktizieren, wer sein Gewicht halten möchte wenigstens bei einer Hauptmahlzeit.

5. Entlastungstage

Nicht immer gelingt der Umsatz aller guten Vorsätze und manches Mal ufern Feiertage oder Einladungen zu Geburtstagsfeiern aus in Essensgelage, die wir hinterher bitterlich bereuen.

Hier bieten sich ein oder auch mehrere nachfolgende Entlastungstage an, an denen ausschließlich Gemüse und evtl. etwas Obst verzehrt wird: je nach Vorliebe und Verträglichkeit roh, gedünstet, als Suppe oder Brühe. Sehr empfehlenswert ist es, solche Entlastungstage - auch ohne vorherige Völlerei – regelmäßig in den Alltag einzubauen: zum Beispiel an einem Tag pro Woche. Das entlastet auch unseren Verdauungstrakt, der es uns danken wird.

6. Zumba, Salsa, Wohnzimmertanz

Bewegung ist wichtig für die Gewichtserhaltung, schließlich ist Muskelarbeit der beste „Fatburner", den es gibt. Denjenigen, denen die kalte Jahreszeit zu wenig sportliche Alternativen zu Wandern, Radfahren etc. zu bieten scheint, oder denen der Sinn, die Finanzen oder Zeit für's Fitnessstudio fehlt oder die von sich behaupten einfach unsportlich zu sein, sei empfohlen, es doch einmal mit einem flotten Tänzchen zu versuchen: allein oder mit anderen, wo Platz ist, zur Lieblingsmusik. Der Spaß ist garantiert!

7. Winterschlaf

Schlafmangel fördert die Gewichtszunahme, weshalb für einen ausreichenden Schlaf gesorgt werden sollte – je nach Alter zwischen 7 und 9 Stunden. Der Körper benötigt zusätzlich zur Bewegung genügend Erholungsphasen.

8. Stressbewältigung ohne Frustfuttern

Wer aus Frust oder Stress isst, die Ursachen aber nicht abstellen kann, sollte kalorienfreien Ersatz zur Stressbewältigung suchen: körperliche Aktivität, Austausch mit Gleichgesinnten, einem Hobby nachgehen oder ein gutes Buch.

Es mag Fälle geben, in denen trotz dieses Wissens und aller guten Vorsätze Rock und Hose zu Frühjahrsbeginn spannen und die Waage mehr anzeigt als noch ein Vierteljahr zuvor. Es wird klar, dass sich grundlegend etwas ändern muss mit den Essens- und Bewegungsgewohnheiten. In diesem Falle überaus bewährt hat sich eine:

9. Fastenkur

Beim Fasten hat man Zeit für sich selbst. Eingefahrene Gewohnheiten werden unterbrochen, es finden Prozesse des Selbstfindens, der Selbsterkenntnis statt. Gerade als Einstieg in eine gesündere Lebensweise eignet sich eine Anzahl von Fastentagen hervorragend, um die (Geschmacks-)Sinne zu schärfen, die Süße auch in einer Möhre zu finden, das Gefühl von Hunger und Sättigung wieder zu entdecken und nicht zuletzt einige erste Kilos loszuwerden. Das motiviert dabei zu bleiben.

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